AKTUELL

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Wir sagen Merci!

Am Sonntag, 12. Juli traf Marius Rappo gemeinsam mit seiner Frau Regula in Tafers ein. In den vergangenen zwei Wochen haben sie zusammen mit Assistent Xavier Riedo das „Alte Waschhaus“ auf dem ASTA-Gelände als Residenzatelier genutzt.

Wo früher die Wäsche des ehemaligen Spitals gewaschen wurde, hat das Sensler Museum für Marius Rappo ein temporäres Atelier organisiert. Bis am 26. Juli stand das „Alte Waschhaus“ ganz im Zeichen seines Kunstschaffens. Zahlreiche alte Bekannte und interessierte Interessierte erhielten Gelegenheit sich mit dem vielseitigen Künstler auszutauschen und ihm beim Kreieren über die Schultern zu blicken. 

Wundersame Kisten und gespiegelte Welten

Im Residenzatelier fanden beeindruckende Werke und Maschinen von Rappo Platz, die nicht in der Ausstellung gezeigt werden konnetn. Die Spiralmaschine, mit der etwa das runde Werk auf den Plakaten erschaffen wurde. Der grosse Bildgenerator durch den, die im Dachstock des Museums gezeigten Abzüge Gespiegelte Welten entstanden. Die technische Vielfalt und Faszination des Modellbaus veranschaulichte die Vermittlungskiste – vom Giessen kleiner Schwerter bis zum Einkleiden winziger Figuren.

Einblick und Austausch

Neben den existierenden Werken entsteht während des Aufenthalts auch ungezwungen Neues. Mit einem Kinderatelier im Ferienpass erhielten Kinder die Möglichkeit sich im Modellbau zu versuchen. Mit offenen Residenzzeiten konnte der Besuch der Ausstellung mit einem direkten Kontakt zu Marius Rappo ergänzt werden. Die Gönner*innen des Museum erhielten vergangenen Sonntag einen exklusiven Einblick mit Demonstration der Spiralmaschine und am Ende des Besuches sogar ein kleines Betonwerk als besondere Aufmerksamkeit.

De Seisebezirk färbt ab...und bekommt Farbe zurück!
Viele Begegnungen, schöne Spaziergänge und eine Art Versöhnung mit dem Sensebezirk werden Marius Rappo von der Residenz bleiben. Schon kurz nach Ankunft in Tafers habe er auch verstärkt wieder Senslerdeutsch gesprochen - das sei tief in ihm drin und durch den Aufenthalt hier klar angeregt worden.

Eine neu in der Residenz entstandene Spiralarbeit wird bald auch im Museum zu bestaunen sein.

Wir danken Marius und Regula von Herzen für diese schöne Zeit und die vielen bleibenden Erinnerungen, die sie durch die Residenz schufen!

Wort des Monats Juli

ùberwale

 

Vom Team des Museums kommt ein Wunschwort, das nicht im Senslerdeutschen Wörterbuch steht:

Ùberwale habe eine ältere Senslerin gebraucht fürs «Überschwemmen mit siedendem Wasser, z.B. blanchieren von Bohnen». Diese Bedeutung führt auch das Idiotikon auf: «überfliessen, -schwappen, meist von siedenden Flüssigkeiten». Dahinter steht walle für die wellenartige Bewegung von sprudelndem Wasser. Die Idiotikon-Angaben weisen in andere Gegenden, das Wort wurde mir aber auch von unabhängiger Sensler Seite bestätigt. Als zweite Bedeutung gab es «wuchernd überdecken» auch für feste Gegenstände, z.B. Vernarbungen an Bäumen. So brauchte man es im Alpengebiet vom Simmental bis ins Prättigau. Kennt und braucht noch jemand eine der beiden Bedeutungen? Oder lässt sich unsereiner neuerdings im Whirlpool ùberwale? 

 

Archiv Sensler Dialekt 

Wechselausstellung

Marius Rappo

23. Mai bis 25. Oktober 2026 


Mit 20 Jahren verliess Rappo 1964 sein Heimatdorf Schmitten in Richtung Basel, um dort seinen Traum zu verwirklichen: als Künstler leben und wirken. Mit einem reichen Erfahrungsschatz, vielfältigen Werkskatalog und unermüdlichen Schaffensdrang kehrt Marius Rappo nun nach mehr als 60 Jahren zurück in den Sensebezirk.


Nach einer Lehre als Vermessungstechniker im Büro von Franz Xaver Müller in Schmitten zog es den jungen Marius Rappo 1964 nach Basel. Dort besuchte er die Malklasse an der Kunstgewerbeschule und hatte bereits 1967 ein eigenes Atelier. Ausgehend von Landschaftsbildern und Porträts wandte er sich später abstrakter Malerei zu. Auch Radierungen und verschiedene Drucktechniken gehören bald zu seinem Repertoire.

Von 1979 bis 1999 macht sich Rappo einen Namen als Modellbauer und realisiert 18 aufwendige, historische Modelle für Museen in Deutschland und der Schweiz. So steht etwa im Schloss Prangins ein Modell, das Kunsthistorikerin Helen Bieri Thompson als „Meisterwerk im Kleinformat“ bezeichnet. Seine ganze Erfahrung und Leidenschaft für den Modellbau fliesst nach 2000 in eine eindrückliche Wanderausstellung, von der ein Teil auch im Sensler Museum zu sehen sein wird. Schulklassen ermöglicht dies einen aussergewöhnlichen Besuch bei uns. 


Die aufwendige Arbeit an den Modellen hält Rappo nie von seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit ab: Mitglied der Kunstgenossenschaft allerart, Kunst am Bau, Schmuckobjekte, Faltbögen, Grafik, Raumbilder und erste Plastiken erweitern sein Schaffen. Nach 2000 beginnt er mit Beton und Holzschnitten zu experimentieren. Schablonen, die er bereits aus der Lehre kennt, lassen neue Kreationen mit präzisen Formen entstehen. Durchdachte Spiegelwerke eröffnen ungeahnte Räume und spielen mit der Betrachtung von scheinbar Unscheinbarem.  Das eine führt zum anderen, beschreibt Rappo seine künstlerische Entwicklung – und diese dauert bis heute an. 

Das Sensler Museum wird auch von seinen Freund*innen und Gönner*innen getragen. Mit einem jährlichen Beitrag unterstützen diese unsere Tätigkeiten. Sie erhalten dafür kostenlosen Eintritt sowie eine persönliche Einladung zu den Vernissagen. Gönner*innen werden weiter zu einem besonderen Anlass eingeladen.

VERANSTALTUNGEN

DAS SENSLER MUSEUM IST AUCH EIN RAUM FÜR BEGEGNUNGEN. SO PLANT UND ORGANISIERT DAS TEAM ZU JEDER AUSSTELLUNG VERSCHIEDENE VERANSTALTUNGEN, ATELIERS UND FÜHRUNGEN.

KulturLegi

Die KulturLegi der Caritas ermöglicht auch den kostenlosen Eintritt in die Dauer- und Wechselausstellungen des Sensler Museums.

Personen mit geringem Einkommen können die Karte bei Caritas Freiburg beantragen und erhalten so vergünstigten Zugang zu einer Vielzahl kultureller Angebote.


HEIRATEN

Wer sich für die zivile Trauung einer ganz besonderen Atmosphäre wünscht, findet diese im Sensler Museum. Unser Haupteingang am Dorfplatz bietet die passende Gelegenheit für Fotoaufnahmen. Jeden 1. und 3. Freitag im Monat mietet das Zivilstandesamt den Raum des Alltags im Erdgeschoss. Das Paar, das als letztes im Museum getraut wird, hat die Möglichkeit, den wunderbaren Raum des Museums für ein Apéro zu buchen.


Apéros & Raumvermietung

Ist es wieder mal Zeit ein Klassentreffen zu organisieren? Suchen Sie einen aussergewöhnlichen Ort für die Präsentation Ihres neusten Werkes? Oder möchten Sie ihre Kundschaft in einem rustikalen Sensler Haus empfangen? 

Wenn Sie im Sensler Museum einen Raum mieten oder ein Apéro geniessen möchten, füllen Sie unser Reservationsformular aus und lesen Sie das folgende Benutzungsreglement. Dieses können Sie per Mail an [email protected] oder per Post an Sekretariat Sensler Museum, Kirchweg 2, PF 85, 1712 Tafers schicken. 


KONTAKT & STANDORT
Sensler Museum
Postfach 85
Kirchweg 2
1712 Tafers

T +41 (0)79 487 57 75
[email protected]
Anfahrtsplan

ÖFFNUNGSZEITEN
Donnerstag | Samstag | Sonntag
14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

EINTRITT

CHF 8.00 | Kinder bis und mit 16 Jahre und Schulklassen gratis.
RaiffeisenMember Plus
Museumspass
Mitglied KulturGA & KulturLegi

FÜHRUNGEN
Gerne führen wir Sie oder Ihre Gruppe durch die Ausstellungen. Kontaktieren Sie uns.

TRAUUNGEN
Zivilstandesamt +41 (0)26 305 14 17