AKTUELL
Wechselausstellung
Marius Rappo
23. Mai bis 25. Oktober 2026
Mit 20 Jahren verliess Rappo 1964 sein Heimatdorf Schmitten in Richtung Basel, um dort seinen Traum zu verwirklichen: als Künstler leben und wirken. Mit einem reichen Erfahrungsschatz, vielfältigen Werkskatalog und unermüdlichen Schaffensdrang kehrt Marius Rappo nun nach mehr als 60 Jahren zurück in den Sensebezirk.
Nach einer Lehre als Vermessungstechniker im Büro von Franz Xaver Müller in Schmitten zog es den jungen Marius Rappo 1964 nach Basel. Dort besuchte er die Malklasse an der Kunstgewerbeschule und hatte bereits 1967 ein eigenes Atelier. Ausgehend von Landschaftsbildern und Porträts wandte er sich später abstrakter Malerei zu. Auch Radierungen und verschiedene Drucktechniken gehören bald zu seinem Repertoire.
Von 1979 bis 1999 macht sich Rappo einen Namen als Modellbauer und realisiert 18 aufwendige, historische Modelle für Museen in Deutschland und der Schweiz. So steht etwa im Schloss Prangins ein Modell, das Kunsthistorikerin Helen Bieri Thompson als „Meisterwerk im Kleinformat“ bezeichnet. Seine ganze Erfahrung und Leidenschaft für den Modellbau fliesst nach 2000 in eine eindrückliche Wanderausstellung, von der ein Teil auch im Sensler Museum zu sehen sein wird. Schulklassen ermöglicht dies einen aussergewöhnlichen Besuch bei uns.
Die aufwendige Arbeit an den Modellen hält Rappo nie von seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit ab: Mitglied der Kunstgenossenschaft allerart, Kunst am Bau, Schmuckobjekte, Faltbögen, Grafik, Raumbilder und erste Plastiken erweitern sein Schaffen. Nach 2000 beginnt er mit Beton und Holzschnitten zu experimentieren. Schablonen, die er bereits aus der Lehre kennt, lassen neue Kreationen mit präzisen Formen entstehen. Durchdachte Spiegelwerke eröffnen ungeahnte Räume und spielen mit der Betrachtung von scheinbar Unscheinbarem. Das eine führt zum anderen, beschreibt Rappo seine künstlerische Entwicklung – und diese dauert bis heute an.
Neben der Ausstellung seiner vielseitigen Werke im Sensler Museum kehrt auch Marius Rappo selbst für einen kurzen Residenzaufenthalt in den Sensebezirk zurück. Im Gepäck hat er eine Maschine, die er für die neuste Werkserie selbst entwickelt und gebaut hat – ein Kunstwerk für sich. Eine Woche lassen wir ihn in Ruhe denken, spazieren, reden und wirken…dann gibt er Einblick in das, was dadurch entstanden ist.
Partizipation
Seisler Bode sucht Gräber*innen
Wechselausstellung Winter 2026/27
Nach dem ersten wichtigen Pflock durch die KUND-Publikation "Zwischen Himmel und Hölle", führt das Sensler Museum den Zaun der regionalen Flur- & Ortsnamenforschung weiter - mit der Ausstellung Seisler Bode.
Bei dieser Ausstellung suchen wir aktiv nach Personen, welche Inhalte mitgestalten möchten. Interessierte sind eingeladen, einen kleinen Teil zur Ausstellung beizutragen und zum Beispiel ihren Heimatflurnamen, ihren Weiler oder einen Strassennamen vorzustellen und zu erforschen. Wer sich angesprochen fühlt, darf sich gerne beim Sensler Museum melden via [email protected] oder direkt beim Empfang während der Öffnungszeiten.
Empfehlenswerte Rechercheseite ist ortsnamen.ch
Am Samstag, 13. Juni 2026 findet um 10 Uhr ein erstes Treffen (1h) im Sensler Museum statt.
Wir offereieren einen kleinen Stehapéritif und Sie können ohne Verpflichtung teilnehmen.
Gaëtan Favre
Leitung Sensler Museum
Wort des Monats
Pögget ù Panzer
Mai 2026
Zwischen Gottéron-Meistertitel und WM in Zürich/Freiburg muss das Wort des Monats von Eishockey handeln. Was prägt Freiburger Hockeydeutsch (Ggana, Schläpper, Byssguyy, Galterental wurden bereits einmal erläutert)? Ex-Spieler Mario Rottaris hebt den Schulterschutz in der Eishockeyausrüstung hervor, auf Berndeutsch dr Ächseler, Französisch le plâtre. Dazwischen sagen die Sensler Panzer und Welschstädter le Panzrr. Brustpanzer gibt es auch als seltene hochsprachliche Alternative, wohl von der Torhüter- auf die Spielerausrüstung übertragen. Eishockeysprache nistet sich auch in unserem Alltag ein: Da han i gaar nüüt pögget, sagte kürzlich eine Kollegin. Sie hat nichts begriffen, gecheckt; naachoo oder styge wären ältere Sensler Alternativen. Freiburger und Berner pögge hat sich wohl über den Ausruf gseesch de Pögg oder tscheggsch dr Pögg entwickelt.
Bereits erschienen
Ggana – Schläpper & Luggaarna – Galterental/Gottéron – Byssguyy
Archiv Sensler Dialekt
Stellenausschreibung
Projektteamleitung
Inventarisierung und Sammlungsdatenbank ca. 20 %
Mai 2026
Aufgrund einer umfassenden Inventarisierung des Sammlungsbestands suchen wir per 1. September 2026 eine engagierte Persönlichkeit für die Arbeiten in unseren Sammlungsdepots.
Dazu gehören die Neubewertung der bestehenden Sammlung, Überprüfung sowie Ergänzung der Inventareinträge und die logistische Neuordnung der Sammlungsstruktur. Als Projektteamleitung sind sie im Auftrag und Austausch mit der Museumsleitung für die Umsetzung der Arbeiten zuständig. Sie erhalten Mitsprache betreffend des Detailzeitplans und erhalten eine Einführung in das Inventarprogramm MuseumPlusPro.
Detaillierte Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung oder auf museums.ch
VERANSTALTUNGEN
DAS SENSLER MUSEUM IST AUCH EIN RAUM FÜR BEGEGNUNGEN. SO PLANT UND ORGANISIERT DAS TEAM ZU JEDER AUSSTELLUNG SPANNENDE VERANSTALTUNGEN, LEHRREICHE ATELIERS UND INTERESSANTE FÜHRUNGEN.
KulturLegi
Die KulturLegi der Caritas ermöglicht auch den kostenlosen Eintritt in die Dauer- und Wechselausstellungen des Sensler Museums.
Personen mit geringem Einkommen können die Karte bei Caritas Freiburg beantragen und erhalten so vergünstigten Zugang zu einer Vielzahl kultureller Angebote.
HEIRATEN
Wer sich für die zivile Trauung einer ganz besonderen Atmosphäre wünscht, findet diese im Sensler Museum. Unser Haupteingang am Dorfplatz bietet die passende Gelegenheit für Fotoaufnahmen. Jeden 1. und 3. Freitag im Monat mietet das Zivilstandesamt den Raum des Alltags im Erdgeschoss. Das Paar, das als letztes im Museum getraut wird, hat die Möglichkeit, den wunderbaren Raum des Museums für ein Apéro zu buchen.
Apéros & Raumvermietung
Ist es wieder mal Zeit ein Klassentreffen zu organisieren? Suchen Sie einen aussergewöhnlichen Ort für die Präsentation Ihres neusten Werkes? Oder möchten Sie ihre Kundschaft in einem rustikalen Sensler Haus empfangen?
Wenn Sie im Sensler Museum einen Raum mieten oder ein Apéro geniessen möchten, füllen Sie unser Reservationsformular aus und lesen Sie das folgende Benutzungsreglement. Dieses können Sie per Mail an [email protected] oder per Post an Sekretariat Sensler Museum, Kirchweg 2, PF 85, 1712 Tafers schicken.
KONTAKT & STANDORT
Sensler Museum
Postfach 85
Kirchweg 2
1712 Tafers
T +41 (0)79 487 57 75
[email protected]
Anfahrtsplan
ÖFFNUNGSZEITEN
Donnerstag | Samstag | Sonntag
14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
EINTRITT
CHF 8.00 | Kinder bis und mit 16 Jahre und Schulklassen gratis.
RaiffeisenMember Plus
Museumspass
Mitglied KulturGA & KulturLegi
FÜHRUNGEN
Gerne führen wir Sie oder Ihre Gruppe durch die Ausstellungen. Kontaktieren Sie uns.
TRAUUNGEN
Zivilstandesamt +41 (0)26 305 14 17